Dies ist die Originalfassung des an die NOeN-Redaktion als Leserbrief zugesendet Textes

Leserbrief zum Radweg Purgstall – Feichsen und den Kraftwerken Purgstall und Neubruck.

Der lange Weg oder die Entstehung ökologischen Schwachsinnes.

Ein starkes Wort – aber unsere Gesellschaft ist längst auf einer Ebene angelangt, wo jegliches Wissen, Vernunft und Hausverstand, nicht mehr, oder nur noch sehr schwach angewendet werden und reale Argumente Entscheidungen nicht mehr beeinflussen können. Besonders dann, wenn auch noch persönliche Befindlichkeiten, Geltungssucht und ein kapitaler Kaiserdünkel im Hintergrund mitspielen. Wenn der Schlossherr, mir drängt sich in diesem Zusammenhang eher Heidegespenst auf (welches es der Sage nach gegeben haben soll), sein Kraftwerk mit dem Radweg verknüpft, dann frage ich mich, in welcher Zeit wir leben. Man wird doch wohl ein wenig Druck machen dürfen, ohne gleich in den Verdacht einer erpresserischen Handlung zu kommen. Grundbesitz in falscher Hand kann auch gefährlich sein.

Das war die Polemik, die mir sowieso gleich vorgeworfen wird, ich halte sie jedoch für notwendig. In der Sache sieht die Geschichte ganz anders aus. Der Radweg ist aus ökologischen Gründen höchst bedenklich, da sich eine essentielle Vergrößerung der Bodenversiegelungsfläche ergibt. Wie aus Ausführungen des Berichts des „Österreichischen Biodiversitätsmonitorings (Juni 2007)“des Umweltbundesamtes zu entnehmen ist, liegt in Österreich eine denkbar schlechte Entwicklung im Trend – Zitat: “Seit 1995 stieg die versiegelte Fläche österreichweit um mehr als 40 % an. Aus dem Ziel der österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie ergibt sich eine beabsichtigte Reduktion auf 1 Hektar pro Tag für ganz Österreich. Im dreijährigen Schnitt (2004-2007) beläuft sich der Flächenverbrauch auf mehr als 15 ha/Tag.“. Wer es sich nicht vorstellen kann, wie es dann aussieht, kann ja mit offenen Augen nach Euratsfeld fahren und dort den Bodenversiegelungswahnsinn (Kreisverkehr und Radweg) begutachten – normal funktionierende Sinne vorausgesetzt.

Ich frage mich nochmals, wo ist Wissen, Vernunft und Hausverstand? Behörden eingeschlossen! Österreich hat sich zur Biodiversitätskonvention - Convention on Biological Diversity (CBD) und allen folgenden Dokumenten verpflichtet. Warum überprüft man solche Projekte nicht schon vorher auf die Vereinbarkeit mit den dort eingegangenen Verpflichtungen? Dies gilt auch für das unseelige Kraftwerksprojekt bei der Sohlstufe. Auch dort wird gegen Wissen, Vernunft und Hausverstand agitiert. Allein schon wenn der Bürgermeister mit dem Argument: „…ohne diesem Kraftwerk würde das Licht ausgehen…“ oder „… das Kraftwerk ist besser als ein Atomkrafterk…“ Unterschriften keilt, gilt dies als nachgewiesen, bzw. die Überschrift bestätigt.

Auch der Ausbau des Kraftwerkes in Neubruck ist unter diesem Gesichtspunkt zu sehen. Wenn es wie geplant realisiert wird, ist es ökologisch in höchstem Ausmaß abzulehnen. Wie damit die Windstrombranche, die sich gar so ökologisch positioniert hat umgeht, wird sich erst weisen. Hat die „Neuhof I Windkraftanlagen Errichtungs- und Betriebs GmbH “ eine Tarnkappe, unter der konventionelle Betonierer der übelsten Sorte versteckt sind? Die Vermutungen dürften berechtigt sein.

 

Weitere Informationen zum Thema: http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/raumordnung/flchen-inanspruch/

Absolut aktuell: Österreich ist "Europameister" bei der Verbauung und Zerstörung fruchtbarer Böden http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20141204_OTS0194/oesterreich-verliert-an-boden-taeglich-wird-ein-bauernhof-verbaut

 

Ernst Hüttinger – Purgstall

Madagaskar Sozialis Austria

www.awekas.at

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