Die Fotoausrüstung hat ein lange Entwicklungsreihe hinter sich. Im Elternhaus gab es eine 6×6 Spreizenkamera (Hapo 66E (von Hans Porst)), da war ich selbst noch zuwenig für die Fotografie, es entwickelte sich jedoch eine Beziehung. Die erste Reise (Griechenland 1969 wurde dann mit dieser HAPO fotografiert. 1970, zur Reise nach Schweden und Norwegen begleitete mich die Zenith von meinem Freund Hubert Rausch – immerhin schon eine Spiegelreflexkamera. Dann gab es leihweise von meinem ehemaligen Naturgeschichts- u. Zeichenlehrer F.X.Seidl eine EXA IIa (er selbst war begeisterter Fotograf und im Besitz einer umfangreichen EXAKTA-Ausrüstung). Da begann die SW-Fotografie und gleich darauf folgte eine Dunkelkammer, Fotogramme von verschiedenen Gegenständen entwickelte ich in Suppentellern. Erst ganz einfach, die Dose gab es bei der Quelle(Revue), Kontaktabzüge vom Kleinbild u. 6×6 machte ich bevor ich einen Vergrößerter hatte, Bilder wurden bei F.X.Seidl hergestellt. Die EXA musste ich zurück geben, dann kaufte ich mir eine EXAKTA, war damals in der Schweiz am günstigsten, daher ging es gleich einmal nach St. Gallen. Der Fotoapparat wurde eiskalt geschmuggelt - das waren noch Erlebnisse.

Mit der EXAKTA ging es einige Zeit ganz gut, zum Normalobjektiv gesellte sich bald ein 135er und Zwischenringe für die Makrofotografie. Inzwischen hatte ich eine Arbeitsstätte in Delemont in der Schweiz, da war der Bedarf an der Makrofotografie sehr groß. Mein Bilder hatten jedoch nicht die dort übliche Qualität und einer meiner Kollegen, Dr.K.Carl meinte einmal so nebenbei: “Schmeissen’s doch das Glumpert weg und kaufen’s einen Fotoapparat”, da war die Begeisterung zu meiner EXAKTA reichlich erschüttert. Die Unterschiede zwischen meinen und seinen Bildern zeigten das auch ganz klar. Ergo - beim nächsten Rundgang in Basel wurde schon gustiert. Eine MINOLTA 101, gebraucht, neu war die sündteuer, stand sozusagen für mich hergerichtet, in einer Auslage. Nach dem dritten Gustierbesuch waren alle Hemmungen abgelegt und das gute Stück wurde erstanden. Im laufe der Zeit gab es wieder ein 135er, ein Balgengerät, Vorsatzlinsen, ein Stativ, ein Stabblitz (METZ 402) und einiges an Kleinzeug.

Irgendwann passieret dann die Gründung des Fotoklubs(1975), gleich gesinnte suchen sich. Ich wollte damals auch den im Ort ansässigen Fotografen einbinden, was mir leider nicht gelang, er ignorierte mich nicht einmal. Der hatte wahrscheinlich Angst, den Verein erhalten zu müssen.

F.X.Seidl war lange fotografisch desinteressiert und auf einmal packte ihn wieder die Leidenschaft, möglicherweise war ich ein wenig daran schuld, denn er war meine Bezugsperson in Sachen Fotografie und so gab es immer wieder lange Diskussionen. Nach langem überlegen und meiner Beratung, schaffte er sich ein OLYMPUS-System an. Alles gleich doppelt. Er verlor jedoch sehr schnell wieder die Freude daran und die Ausrüstung verstaubte. Ich borgte mir dann wechselweise die beiden Kameras aus, da er meinte, es ist besser sie werden benützt, als dass sie herumkugeln. Im laufe der Zeit konnte ich mir dann eine, als Gegenleistung für die Betreuung behalten, allerdings mit einer Rückgabeklausel, sollte er sie aus irgend einem Grund benötigen. War dann doch nie der Fall. Eines steht jedenfalls fest, seine Beziehung zur Fotografie hat doch stark auf mich abgefärbt.

Kleinbild ist nicht alles, eine zweiäugige ROLLEI schlägt sich zur Ausrüstung, gebraucht natürlich. Daher wird zu dieser Zeit wieder mehr schwarzweiß fotografiert.

Auch das OLYMPUS-System wurde mit der Zeit ausgebaut - mit dem Schwerpunkt Makrofotografie. Inzwischen fotografierte ich ausschließlich auf Diafilm. Zu meinen Fotoapparaten, gesellte sich auch so manches museale Stück. So gesehen wird jedes Haus einmal voll, gleichgültig wie groß es ist.

Wie es so im Fotoklub ist, neue Mitglieder haben andere Ausrüstungen und der Stand der Technik läuft der eigenen Ausrüstung davon. So lieh mir Max Weissensteiner eine seiner NIKON’s, da war es um die Begeisterung für das OLYMPUS-System geschehen. Ein schneller Autofokus, für Brillenträger ein gut überschaubarer Sucher, eine hervorragende Qualität und im Profieinsatz bestens getestet. Das waren Merkmale und Gründe, für die bevorstehenden Nepal- und Indienreisen war das genau das richtige. Was folgte war natürlich wieder der Systemaufbau, diesmal nicht nur Makro, sondern auch Weitwinkel und Telebrennweiten, es soll ja kein Loch in der Brennweitenpalette sein. Inzwischen werden auch Diafilme selbst entwickelt, die Qualität ist wesentlich besser als jene, die von den professionellen Labors kommt.

Das Mittelformat reizt noch immer, eine günstige ZENZA-BRONICA musste auch noch in meine Sammlung.

Da dachte noch keiner an was digitales, das war eigentlich noch nicht das richtige. Ein digitales Foto hat auch keine Chance gegen ein Dia, wissen wir doch. Aber irgendwann kann man Überlegungen in diese Richtung nicht mehr unterdrücken, man macht ja ohnehin zahlreiche Erinnerungsbilder wo das Miniformat genügt. Eine NIKON-Coolpix muss es sein. Aus Deutschland natürlich, denn die Österreicher verlangen gleich um 180 Euronen mehr. Die war klein, meine fünf Finger hatten an dem Apparat kaum Platz und ein zweite Hand habe ich natürlich auch, die richtige Begeisterung wollte sich nicht einstellen. Hatte auch das Problem, dass es mir öfter passierte, dass ich eines der vielen Sensorlöcher mit den Fingern abdeckte und das war lästig. Kurzerhand verkaufte ich das Ding zugunsten einer NIKON-D70. Diesmal ist das Problem des Systemwechsels nicht so groß. Inzwischen (2006) stockte ich von der D70 auf die D200 auf. Ob das der Fotografenhimmel ist, wird sich erst in einiger Zeit feststellen lassen. Zurzeit muss ich mir überlegen, wie ich zu den Objektiven komme, die zur D200 am besten passen.

Parallel dazu hat sich natürlich ein Umfangreiches Fotoarchiv gebildet. Alle Fotos, seit dem Beginn meiner Fotografie sind vorhanden. Die Dunkelkammer ist inzwischen zugunsten der digitalen Verarbeitung aufgelassen. Neben dem analogen Archiv gibt es inzwischen ein digitales.

Das digitale Archiv hat sich als besondere Herausforderung entwickelt, nämlich, wie bekommt man diese elektronischen Bilder unter Kontrolle. Mit einem Order im Regal, einer Diaschachtel im Kasten, einer Schuhschachtel unter dem Bett geht es jedenfalls nicht – das hat sich schnell herausgestellt. Die Zuwachsraten im digitalen Bestand sind wesentlich höher als bei der analogen Fotografie. Die perfekte Lösung bei den Archivierungsprogrammen gibt es noch nicht.

Die Bildverarbeitung eröffnet eine weitere Dimension in der Fotografie, wie es in das analogen Zeit noch vollkommen undenkbar war. Spezielle Programme ermöglichen Ergebnisse, welche Weit in Spezialbereiche, wie die Astrofotografie, Mikrofotografie u.a. hineinreichen - und jedermann hat Zugang. Die neue Fotografie bereitet uns neu Freuden mit den schönen Panoramabildern, Verbesserungen und Verfremdungen, Schärfedehnung und.

Da ich universell an der Fotografie interessiert bin, spannt sich der Bogen der Motive entsprechend weit. Wobei nicht nur das momentane Interesse, das schöne an der Fotografie, das schöne, bzw. ästhetische Bild oder die Darstellung eines ganz bestimmten Sachverhaltes (wissenschaftliche Dokumentation s.l.) eine Rolle spielt, sondern grundsätzlich immer auch die Dokumentation. Immer wieder ist es das Bewusstsein, dass im Augenblick des Fotografierens, das Motiv auf der Zeitachse betrachtet, bereits Vergangenheit ist. Somit ist klar, dass jedes Foto ein Zeitdokument des fotografierten Objektes ist. Natürlich nur ein 2dimensionales Abbild, mit allen bekannten Schwächen der Methode. Ausgeschlossen ist die Frage der Manipulation, die es schon immer gegeben und durch die digitalen Möglichkeiten eine vollkommen unkalkulierbare Größe erreicht hat.

Da die Fotografie in mein Leben eingebunden ist, ist sie nur im Zusammenhang mit allen anderen Interessen zu sehen. So ist es nur logisch, dass die Makrofotografie im Zusammenhang mit der Entomologie eine besondere Rolle spielt, die Reisefotografie mit den meist entomologisch orientierten Reisen zusammenhängen. Automatisch entwickelt sich bei Reisen die Landschaftsfotografie, wobei besondere Stimmungen auch einen besonderen Reiz ausüben. Bei Reisen ist auch die Fotografie eine besondere Art von Notiz- bzw. Tagebuch, was der Dokumentation entspricht. Der innerliche und unmittelbare, fast zwanghafte Hang zur Dokumentation hat natürlich zahlreiche Zeitdokumente meiner näheren Umgebung entstehen lassen. Ein umfangreicher Fundus ist so entstanden. Dann gibt es auch noch einen Bereich, der sich der Zuordnung eines Themas oder Fachbereiches entzieht und das sind alle jene Bilder, die aus reiner Lust an der Fotografie entstanden sind.

Umfangreiche Auftragsarbeiten, Buchillustrationen und Pressefotos, teilweise aus dem Fundus und teils extra fabriziert waren immer wieder eine Herausforderung.

Daneben waren spezielle Spielarten wie die Stereofotografie bis zur Stereoprojektion ein Thema oder die Schärfedehnung durch konfokale Methoden in der Beleuchtung, letzteres wird neuerdings simuliert auf Softwarebasis. Die Panoramafotografie wurde durch die Digitalisierung populär, wie auch der Eigenbau verschiedener Panoramaadapter, je nach Möglichkeit der eigenen Werkstätte. Die Ausführungen reichen vom einfachen Hilfsmittel bis zum aufwändig ausgeführten Spezialgerät, welches die käuflichen Produkte an Leistung noch oben und den Preis nach unten übertrifft.

Seit einigen Jahren hat sich auch die Luftbildfotografie dazu geschlagen, eine besonderer Zugang zur Landschaft, sowohl von der ästhetischen wie auch von der dokumentarischen Seite her. Schrägaufnahmen sind wohl die einfache Sparte in diesem Bereich, daher musste auch eine Vorrichtung konstruiert werden, mit der man auch Senkrechtaufnahmen machen konnte. Ein Loch im Boden des Flugzeuges war dann doch nicht die geeignete Lösung.

Stand 2008

Madagaskar Sozialis Austria

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